Leica Noctilux-M 35mm f/1.2 – mehr als nur Lichtstärke?



Das Leica Noctilux-M 35mm f/1.2 ASPH. ist das erste 35-mm-Noctilux in Leicas Geschichte – und wahrscheinlich eines der spannendsten M-Objektive der letzten Jahre.

Doch die entscheidende Frage ist für mich nicht, ob f/1.2 beeindruckend klingt.

Was macht dieses Objektiv fotografisch tatsächlich besonders?

Ich habe das Noctilux über mehrere Wochen an der Leica M11 benutzt und dabei vor allem versucht herauszufinden, wie es zeichnet: Schärfe, Übergänge, Bokeh, räumliche Wirkung und natürlich das Verhalten bei Offenblende.

Und irgendwann stellte sich mir noch eine andere Frage:

Warum eigentlich das Noctilux und nicht einfach das hervorragende Leica Summilux-M 35mm f/1.4 ASPH.?

Denn der Unterschied zwischen f/1.2 und f/1.4 ist kleiner, als man zunächst vielleicht denkt.

Im Video zeige ich deshalb nicht nur viele Bilder aus meiner Zeit mit dem Noctilux, sondern ordne auch ein, wo ich tatsächlich Unterschiede zum Summilux sehe – und wo nicht.

Ein klassischer Labortest ist das bewusst nicht. Keine MTF-Orgie, keine Backsteinwand. Es geht um die Bilder und darum, was dieses Objektiv in der fotografischen Praxis ausmacht.

Und eine weitere Frage bleibt noch offen:

Wie nah kommt eigentlich das Voigtländer Nokton 35mm f/1.2 VM an das Leica heran?

Das wäre dann vielleicht eine Geschichte für ein eigenes Video.
#Leica #Noctilux #leicam

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Viel Spass mit dem Video

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Danke an FOTO-GÖRLITZ ( für die Unterstützung und Leihgabe.

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18 Comments

  1. Ich nutze noch immer mein > 10 Jahre altes CV 35/1.2 vII….das reicht mir vollkommen aus. Mein walk-around Objektiv (und Lieblingsobjektiv) in 35 mm ist dagegen das Leica 35/2.4 Summarit-M. Das Ding ist einfach klasse und perfekt zur Reisefotografie. Da Du auch Noctiluxobjektive in 50 mm erwähnst – in 50 mm ist mir das Leica 50/1.4 Summilux-M vII pre-ASPH ans Herz gewachsen. Die Zeichnung dort kann auch ein Noctilux für mich nicht übertreffen.

  2. Ein informatives und inhaltlich fundiertes Video, vielen Dank und Kompliment dafür ! Sehr gut finde ich auch, dass die besprochenen Inhalte mit passenden Bildern illustriert werden.
    Ich bin vor ca. einem Jahr mit der M-EV1 und dem 35mm 1.4 in das M-System eingestiegen und habe heute sein knapp 6 Monaten das 35mm 1.2 und bereue das Upgrade mit keinem Euro. Die im Video gut herausgearbeiteten Unterschiede zwischen diesen beiden Optiken bestätige ich vollumfänglich, man macht mit keinem der Beiden einen Fehler, aber das 1.2 ist die Kirsche auf der Sahne. Ich nutze es gerne und häufig und habe außer der Tatsache, dass es keinen Fokusstab hat, keine Kritik.
    Noch eine Bemerkung zu "technisch Machbaren": Sigma hat für das L-Mount schon die zweite Version eines 35mm 1.2 auf dem Markt und ich nutze diese Optik an der SL-3. Der Bildlook ist nahezu identisch (Ich habe bei gleichen Einstellungen und dem gleichen Motiv Bilder mit der M-EV1/35mm1.2 und der SL3/35mm 1.2 II gemacht, diese als unbearbeitete RAW-Dateien 6 Menschen aus meinem Umfeld gezeigt und bis auf kleine, unwichtige Nuancen habe ich unisono zu hören bekommen, dass es sich um die gleichen Bilder handelt. Und wenn man die Bilder dann auch noch individuell entwickelt/bearbeitet, relativieren sich Diskussionen über den speziellen Look ohnehin sehr schnell.). Ich spreche dies nicht an, weil ich die Entwicklungsleistung von Leica oder den Preis relativieren will (Warum auch, ich habe ja beide Optiken…😉…und natürlich ist das Sigma Objektiv größer, schwerer, … usw. ), ich möchte damit zum einen unterstreichen, dass dieses Leica Objektiv einen sehr modernen, scharfen Look hat, für den die Sigma Art Objektive schon länger stehen. Und zum anderen gehört es meiner Ansicht nach der Fairness halber erwähnt, dass auch ein anderer Hersteller schon vorher das "technisch Machbare" entwickelt hat und entsprechende Bildergebnisse erreicht.
    Noch eine augenzwinkernde Anmerkung: Das rote T-Shirt passt thematisch wirklich toll, der Foto-Görlitz Button ist dagegen komplett verzichtbar.

  3. Da bin ich schon sehr gespannt auf den Vergleich zwischen dem Nokton 35mm f1.2 iii / iv und dem Noctilux. Bisher hab ich den Eindruck, dass das Nokton etwas weicheres Bokeh zeichnet, dafür das Noctilux noch deutlich mehr schärfe und 3D Pop hervorbringt. Auf diesen Vergleich warte ich schon seit der Vorstellung des Noctilux 🙂

  4. Eine schöne Linse. Mich würde neben dem Preis vor allem der fehlende Focustab stören. Darüber hinaus ist klinisch scharf nicht das was ich suche, daher habe ich mich für das Steel Rim für die 35mm entschieden.

    Wieder mal ein gutes Video, dass im Grunde auf alle wesentlichen Punkte eingeht. Danke dafür.

  5. Beim Bokeh ist noch ein bisschen klassischer Look zu sehen – ähnlich wie beim Nokton Classic 35mm f/1.4, Pentax Takumar 50 f/1.4 oder Canon 50mm f/1.2 LTM … man hat mehr Details und scharfe Bokeh-Balls im Hintergrund – ein bisschen aufgeregt und lebendig. Ich persönlich finde das interessanter als das total matschige Bokeh von modernen Linsen. Das ist eine Geschmackfrage bzw. auch eine Frage für was für Motive man es benutzt. Hier sieht es aus wie eine Mischung aus klassischem und modernem Bokeh. Das Nokton 40 f/1.2 hat da einen etwas moderneren Look – also eher total soft im Bokeh.

  6. Schöner Bericht. Danke dafür.
    Ich mag ja das Nokton 1.2, aber das Noctilux hier ist nochmal echt ne interessante Sache. Gefällt mir der Look.

    Kann man deine Aufnahmen irgendwo in Ruhe anschauen?

  7. Schöner Bericht. Danke! Ich hatte das Objektiv auch ausprobiert. Abbildung ist phantastisch. wirklich beeindruckend. Die Möglichkeiten wie man es nutzen kann auch. Größe + Gewicht sind o.k. Leider hat es ein typischen Leica Bug. Der Blendenring geht jedenfalls an dem Exemplar was ich hatte, , wie eine schlecht geölte Zahnsäge. Typisch Leica, entweder labberich (z.B. APO 50) oder brutalo ruppig. Die Konstrukteure die das Blendenmodul konstruieren sollten mal ein Praktikumsemester bei Voigtländer absolvieren.

  8. Herrliches Objektiv mit Charakter. Ich hab's im Sommerurlaub mitgenommen und für geschätzt 90% der Fotos benutzt. Es ist leicht genug es einfach an der Kamera zu lassen. Ja, kostet ein kleines Vermögen aber dieses Objektiv muss man auch nie mehr ersetzen. Jedenfalls ich nicht 😉

  9. Gut das mein Geld gerade ins Steel Rim geflossen ist, ansonsten könnte man ins Grübeln kommen. 😂 Aber der Preis klärt es dann doch … zumindest für mich.

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