Mythos ADHS-Kind – Generation Fehldiagnose? I Y-History



Immer mehr Menschen erkennen sich in ADHS-Symptomen wieder: Konzentrationsprobleme, Reizüberflutung, Hyperfokus. Diese Reportage begleitet Betroffene auf dem Weg zur Diagnose, zeigt die Rolle von Social Media, blickt in die Geschichte und erklärt, warum ADHS bei Frauen oft übersehen wird.
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Hilfsangebote für Menschen mit ADHS
Selbsthilfe für Menschen mit ADHS

Regionale ADHS-Netze

ADHS-Therapie

Arzt- und Therapeutensuche der 116117 (nur für gesetzlich versicherte Patienten)

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Autor:in: Friederike „Rieke“ Franke, Lena Elfers
Schnitt: Johannes Ramson
Kamera: Michael Damm, Terry Manthey, Carsten Waldbauer
Ton: Daniel Kovacs, Martin Bender
Redakteur:in und Sender/LRA: Alexander Roth (MDR)
Producer:in: Jochen Papke
Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Weinhold, Saskia Affolter
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Kapitel
00:00 Intro
01:03 Treffen mit Meike
02:52 Romy und ihre Kinder haben ADHS
04:04 ADHS in der Vergangenheit
04:40 Fachärztin erklärt ADHS
06:29 ADHS im Kinderbuch
07:09 Adrenalin und Dopamin bei Menschen mit ADHS
08:08 Adulte ADHS vor 120 Jahren
09:34 Der Ursprung der Verhaltensauffälligkeiten
10:34 ADHS und Ernährung
11:56 Die Stigmatisierung von ADHS
12:40 Genetik
12:59 Meike im Beruf
13:22 Hyperfokus
13:54 ADHS auf Social Media
17:27 Familienalltag mit ADHS
19:28 ADHS Medikamente
22:40 Meikes erster Diagnostiktermin
24:26 ADHS bei Frauen
25:01 Meikes Diagnoseergebnis
30:32 Outro
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Bad Kingdom – Moderat // Meer – Luciano // A Forest – Christian Loeffler // Ash and snoe – Christian Loeffler // Blind – Christian Loeffler // All Alone – Gorillaz // Pressure – Dreilich/stone // Unsettling Times – Sinclair // Increase Space Full – Bignell // Biggest Mysteries Full – Bignell // Weird Night Full – Standish Child // CE QUE TU ES DANS MA VIE (INSTRUMENTAL) – Zaz // Checka Loredana Delara – Zaz // Comme tu voudras – Zaz // Exister – Zaz // Schultertanz – Andreas Eckert // Run Forest Run // Heat Waves – Glass Animals // Imagine – Zaz // Industry Baby – Harlow Nas X // Endless Journey – Revieére // Suspended Time – Farscgini, Silverstri, Tobbal // System Failure – Cordé // Le Chant des Grives – Zaz // Life is good – Drake Future // Press Rewind – Lizki // Prisoner – Miley Cyrus // The Look – Metronomy // Light in the Dark – Andreas Fabritius, Julian Gröner // Getting old – Andreas Fabritius, Julian Gröner // Walk on Baby – Vicente Machin, Danna Richards // One More Minute – Gum Tapes // Progress – William, Warburton
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Weiterführende Infos und Quellen:

„ADHS ist keine Krankheit“ – ein Artikel über ein Buch zu alternativen Therapieansätzen:

Ein Artikel darüber, ob Ritalin/Methylphenidat die Hirnstruktur verändert:

Die Studien aus dem Artikel:

Die Fehlanwendung von ADHS-Medikamenten steigt um 299  % zu:

Studie aus dem Artikel:

Ein Artikel über die Kontroversen rund um ADHS:

Eine Studie zur Erblichkeit von ADHS:

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Wir sind das Y-Kollektiv – ein Netzwerk von jungen JournalistInnen. In unseren Web-Reportagen zeigen wir die Welt, wie wir sie erleben. Recherche machen wir transparent.

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27 Comments

  1. Das H ist immer da, bei manchen intern, bei manchen externalisiert. Ich finde es fast fahrlässig, das H wegzulassen, denn gerade dieser hyperaktive Geist macht es so anstrengend, den Alltag in unserer Leistungsgesellschaft zu stemmen

  2. Meine Tochter ist jetzt 6 Jahre alt, kommt aber erst nächstes Jahr in die Schule und es spricht einiges dafür dass sie AD(H)S haben könnte – eher verträumt – und ich habe unsere neue Kinderärztin heute darauf angesprochen und habe eine Überweisung für das Frühförderzentrum bekommen, die genaue Tests und Fragebögen haben, die uns dabei helfen zu schauen, welche Besonderheiten sie hat..
    Es sind nicht nur die typischen Symptome von ADHS sondern auch Temperatur und auditive Reize die sie sehr empfindlich wahrnimmt, sie ist auch schnell ängstlich, zum Beispiel bei Kinderfilmen oder Theaterstücken wenn Spannung auftritt wird sie richtig panisch..
    Und noch einiges mehr

    Ich bin gespannt wie es weitergeht und hoffe dass sie die Hilfe bekommt, die ihr zusteht und sie so wenig wie möglich Probleme in der Schule hat.

    Da ich Erzieherin im Hort bin und weiß wie langwierig solche Untersuchungen und Diagnostiken sind, möchte ich lieber frühzeitig anfangen auch wenn viele das ganze erstmal klein reden und sagen, dass vieles doch normal ist. Aber alles in Kombination kann eben auch nicht mehr „normal“ sein

  3. Heute haben alle ADHS. Sollen wir das normalisieren und diejenigen, die kein ADHS haben sind neurologisch nicht normal. Mein Problem mit der ganzen Sache ist, dass diejenigen, die wirklich ADHS haben irgendwann mal wirklich nicht Ernst genommen werden. So, ich glaube, nonstop online sein, social Media, das Handy, die Newsflut, das schnelle Leben erschöpfen uns. Dann kommt auch hinzu wie wir aufgewachsen sind, welche Glaubenssätze haben wir? Haben wir genug Liebe erhalten? Mobbing? Das alles kann einen Menschen negativ beeinflussen. Gibt es eine Diagnose für schlechte Erfahrungen in der Kindheit? Gibt es ein Name dafür? ADHS ist immerhin eine Diagnose und man aber auch sein Verhalten damit entschuldigen. Das erlebe ich auch mit jemandem im Umfeld. Ach ja, die Unternehmen wollen auch Vielfalt fördern und ein ADHSler darf auch dabei sein und man ist so zuvorkommend und modern, dem zahlen wir mehr Lohn. Wohin bitte führt das?

  4. 29:45 Was ich persöhnlich als nicht unbedingt eine gute diagnosemethode bezeichnen würde

    Adhs hat bereits den ruf als kinderkrankheit, deshalb ist es schlecht wenn auch die medizinische diagnose methode diesem stereotypen folgen

    Sachen aus der kindheit sollten absolut als hinweiß auf adhs verwended werden können, aber eine offizielle diagnose auszuschließen wegen sachen aus der kindheit ist eher kritisch

    Das gillt besonders weil auch oft eine längere zeit zwischen kindheit und erwachsen sein liegt, was lang genug ist um ein anderes symptom bild zu entwickeln, und auch um aussagen über die zeit etwas unzulässlicher zu machen (wel es so lange her ist)

    Und die andere sache, das so viel von den eindrücken von anderen leuten kommen anstatt vom patienten ist auch etwas fragwürdig, weil ja die diagnose für den patienten ist, und nich für das bild das andere von ihm haben (wie schon vorher gesagt, es kann als indikator funktionieren, aber die offizielle diagnose dahinter zu verstecken ist nicht gut)

  5. 26:48 Als jemand der adhs hat und durch etwas ähnliches durch musste (lernen durch die ferien) kann ich nur sagen das ich das absolut nicht empfehle

    Kinder (und jugendlich) brauchen zeit zum entspannen, besonders wenn sie probleme wie adhs haben, welche extremen stress in der schule verursachen

    Wenn diese freie zeit weg von stress faktoren wie schule nicht ermöglicht ist kann das sehr schnell zu burnout oder anderen psychologischen kriesen führen (oder sogar körperlich in manchen fällen, da stress den ganzen körper betrifft)

  6. 21:40 Es ist interessant wie stark die öffentliche meinung zu solchen sachen umschlagen kann

    In einem moment ist eine leichtes abhängikeits potential bekannt, es wird aber nicht als problem gesehen

    Und im nächsten moment wird es start verteufeld und rechtliche maßnahmen werden eingeführt um verkauf und konsum zu verhindernd

    Solche geschichten fühlen sich an als ob sie nicht wirklich wegen den gefahren von den substanzen eingeführt werden, sondern eher wegen geseltschaftlicher angst vor allem was als "droge" bezeichnet werden kann, under der reputation die damit verbunden aufkommt

  7. Man kann bei allem Verständnis auch mal versuchen, die Gegenseite zu sehen. Wenn eine Lehrerin ihren Job aufgeben muss und sagt, das läge an einem ADHS Kind, dann hat sie das ja nicht erfunden. Sehr unsensibel, das der Mutter so zu sagen, klar. Nur mal gefragt, die Lehrerin muss, so die Vorgabe, in einem gewissen Setting, sagen wir 28 SuS diese unterrichten. Ein oder mehrere Schüler können das nicht. Sie können nicht ruhig arbeiten, sich nicht konzentrieren, lenken alle ab und ziehen mehr als 50% der Aufmerksamkeit. Wer ist dann das Problem? Die Lehrerin? Die anderen Kinder? ADHS Kinder sind nicht für diese Art von Unterricht gemacht. Sie können das nicht. Wieso werden sie dann dort durch Inklusion hineingepresst? Nur damit sie ‚so sein können wie alle anderen auch?‘ Es muss andere Wege geben, so schadet es allen, dem ADHS Kind, der Lehrerin und vor allem den anderen SuS.

  8. Anmerkung: Vielleicht hat der Sohn von Romy auch deshalb in der Klinik, Zitat "das Klo angeschrien", weil er mit der Situation emotional überfordert war: wohl ohne vertraute Bezugspersonen als Kind vollstationär in einer Klinik, mit also zahlreichen fremden Menschen in fremder Umgebung, mit Vorgaben und alltäglichen Abläufen, die andere sind als die Zuhause, mit Anforderungen, die in dieser Umgebung an das Kind gestellt werden, das keine vertraute Bezugsperson um sich hat usw. – das alleine ist auch für "neurotypische" Kinder schon eine sehr belastende Situation, nur reagieren unterschiedliche Kinder, Menschen darauf unterschiedlich – manche werden lethargisch, ängstlich, depressiv, andere eher aggressiv. Eigentlich natürliche, gesunde, menschliche Reaktionen auf intensive Belastungssituationen.

    Zitat aus dem Video bei ca. Min. 20:47: "In den 40er und 50er Jahren werden Amphetamine millionenfach verschrieben."
    So verhält es sich heute mit sogen. Antidepressiva (SSRI-Gruppe), die nicht nur bei Depression, sondern auch bei Angst-, Zwangs- und Essstörungen verordnet werden, jedoch nicht wirksam sind (siehe evidenzbasierte Psychiatrie), allenfalls Placebo-Effekt und starke Nebenwirkungen haben, u.a. auch erhöhte (!) Suizidalität (insbes. bei Einnahmebeginn und Dosissteigerung oder Präparatwechsel und Absetzen, siehe auch die "Absetzungsproblematik", faktisch ist es Sucht, Abhängigkeit, vielen Betroffenen fällt das Absetzen der über Jahre eingenommenen "Antidepressiva" schwer).
    Grundsätzlich heilen Psychopharmaka nicht, lindern allenfalls Symptome – wie es ähnlich auch andere Substanzen tun, bspw. Alkohol, Nikotin, Cannabis … – immer mit erheblichen, schwerwiegenden Nebenwirkungen.

    Ganz typisches Symptom bei Frauen mit AD(H)S ist, was Meike äußert: das Gefühl, immer "falsch" zu sein, sich zu verhalten, abgelehnt zu werden, etwas nicht richtig zu machen, nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein, also ein geringes Selbstwertgefühl, Selbstwertproblematik, sich deshalb zurückzuziehen – soziale Isolation, Einsamkeit, kaum bis keine Sozialkontakte, Soziale Phobie, Ängste, Angststörung, Depression sind die häufige Folge, typische Komorbiditäten.
    Aber bspw. auch erhöhte Anfälligkeit für Substanzabhängigkeit, insbes. Alkohol, Nikotin und Cannabis.

    Und deshalb auch ganz wichtig, was Meike sagt: Die Diagnose "entlastet", gibt Antworten auf zahlreiche Fragen, Symptome, Belastungen, Schwierigkeiten, erklärt diese, nennt die Ursache dafür. Und bei manchen Menschen kann die Diagnose vor Sucht, Substanzabhängigkeit und weiteren belastenden, schädigenden Folgen, Komorbiditäten schützen – w e n n die Diagnose frühzeitig richtig gestellt wird und Betroffene angemessene, wohltuende, bedürfnisorientierte, nicht-paternalistische Unterstützung erhalten, was leider sehr häufig nicht der Fall und nicht dasselbe ist wie diverse Psycho-, Verhaltenstherapien und/oder Medikation (bspw. mit Antidepressiva, Methylphenidat etc.).

    Die Diagnostik bzw. Diagnose darf sich nicht allein auf einzelne Testergebnisse stützen und muss sehr sorgfältig durchgeführt werden: von qualifizierten, informierten, erfahrenen Diagnostikern. Auch kann die Diagnose nicht ausgeschlossen werden, wenn bspw. Grundschulzeugnisse diese nicht stützen, wichtig ist, herauszufinden, wie die Person auch außerhalb der Schule in der Kindheit war, man kann sich in der Diagnostik nicht auf die alleinige Beurteilung von Lehrern stützen.
    Kann mir vorstellen, dass Meike eine fehlerhafte Diagnose erhalten hat. Ihr nur Psychotherapie zu empfehlen, hilft sicher nicht weiter, da sie ja zu Anfang schon sagte, bereits wegen Angststörungen in Behandlung gewesen zu sein.
    Es tut mir sehr leid für Meike – vielleicht kann sie die Diagnostik nochmal anderswo wiederholen, leider gibt es kaum freie "Kapazitäten", oft lange Wartezeiten schon für nur einen ersten Termin in Facharztpraxen (Psychiater, Neurologe) und/oder Klinikspezialambulanzen. Wir haben diese Erfahrung auch gemacht (schon 2023).

    Klar ist es einfacher, bequemer, geht es schneller, Pillen einzuwerfen ("Antidepressiva", Methylphenidat, Amphetamine, Schmerzmittel, Psychopharmaka) oder andere Drogen zu nehmen (Alkohol, Nikotin, Cannabis, Kokain, Heroin, Opium, Ketamin), um zu funktionieren, dies insbes. im Job – statt die Gesellschaft, Politik und seinen "Lebensstil", sein Verhalten zum Wohltuenden, Vernünftigen, Heilsamen, Prosozialen hin zu ändern – der Preis, den man dafür zahlt, ist halt leider nicht nur die je eigene Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität, die auf der Strecke bleiben.
    Den Preis zahlen auch andere, eben wenn, weil und so lange die Mehrheit so unreif ist, sich verhält, all das zulässt, mitvollzieht oder sogar gut, richtig findet und/oder davon persönlich profitiert.

    Nicht nur neurodivergente Menschen (ADHS, Autismus, ASS, FASD), sondern alle anderen Menschen brauchen: gesunde, wohltuende, artgerechte, d.h. menschengerechte Lebensumstände: Gesellschaft, Regierungspolitik … .
    Nicht sogenannte Therapie, Behandlungen, nicht "Medikation": die insbes. bei chronischen Erkrankungen grundsätzlich nicht heilen, allenfalls und nur vorübergehend sowie nebenwirkungsintensiv (!) Symptome mildern, sondern Menschen nur funktional, erwerbsfähig machen sollen.
    Es geht dabei nicht um Heilung (die sich immer nur ganzheitlich vollziehen kann und ein Prozess ist), Wohlergehen, psychisches und physisches Wohlbefinden, Lebensqualität der Menschen.

    Klar, es ist ein ganzer Wirtschaftszweig, etliche Menschen sind als verschiedene Therapeuten, Behandelnde etc. im "Gesundheitssystem" erwerbstätig – also bedarf es auch weiterhin zahlreicher vermeintlich oder tatsächlich (chronisch) kranker, insbes. "therapierbarer" 😉 Menschen, anderenfalls fielen etliche der Therapeuten in die Erwerbslosigkeit.
    Siehe Schulmedizin, oft invasive Apparatemedizin, profitorientiertes, profitbasiertes "Gesundheitssystem", Psychiatrie, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Coaching (siehe auch "Selbstoptimierung", Leistungsdogma), sogen. Gesundheitspolitik, Arbeits-, Sozial-, Wirtschaftspolitik – Regierungen, Kapitalismus.

  9. Stelle meine Fragen hier auch gerne nochmal:

    Gibt es inzwischen eigentlich in Deutschland oder anderen Ländern standardisierte diagnostische Verfahren mittels derer eine sichere Abgrenzung bzw. Unterscheidung zwischen Neurodivergenz, zwischen Autismus/Autismusspektrumstörung (ASS) und/oder ADHS und FASD verlässlich vorgenommen werden kann?
    Falls ja, werden solche standardisierten Diagnoseverfahren im Rahmen der Differentialdiagnostik bzw. generell im Rahmen der wissenschaftsbasierten, validierten (?), leitlinienkonformen Diagnostik von ASS, ADHS und/oder FASD auch tatsächlich von Diagnostikern standardmäßig angewandt?

    Oder lassen sich die Auswirkungen und Ausprägungen von ASS, ADHS und FASD doch nicht so klar voneinander unterscheiden, weil sowohl bei ASS und ADHS als auch bei FASD ggf. sehr ähnliche neuronale Veränderungen, Besonderheiten, Beeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen zugrundeliegen, wenngleich die Ursachen von ASS und ADHS gegenüber FASD ggf. verschiedene sind?

    Auffällig ist doch, wie stark sich die Beeinträchtigungen, "Besonderheiten", Schwierigkeiten, Symptome und auch die typischen Komorbiditäten (insbes. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Soziale Phobie) bei allen Formen von Neurodivergenz – AD(H)S, Autismus (-spektrumstörung), FASD – ähneln, auch wenn sie sich in unterschiedlicher Ausprägung, Intensität und mit individuellen Abweichungen bei den einzelnen Betroffenen zeigen, denn es sind jeweils Spektrumstörungen, siehe Autismusspektrumstörung, Alkoholspektrumstörung – aber bei allen Betroffenen bereits seit der Kindheit, zumeist auch bereits seit der frühen Kindheit, schon im Kleinkindalter, also: angeboren, schon vorgeburtlich vorhanden.

    Weitere Frage:
    Wann wird in der S3-Leitlinie zu FASD endlich berücksichtigt, angemessen einbezogen, dass auch der Alkoholkonsum bzw. die Alkoholsucht des biologischen Vaters sehr wahrscheinlich FASD oder FASD-ähnliche Folgen, Beeinträchtigungen bei Kindern solcher Väter verursachen kann bzw. tatsächlich verursacht?!
    Also gerade auch dann bei Kindern FASD vorliegen kann, wenn die biologische Mutter weder vor noch während noch nach der Schwangerschaft und Geburt Alkohol getrunken hat, also: gar keinen Alkohol, auch nicht geringste Mengen und auch nicht gelegentlich, selten oder auch nur einmalig.
    Und möglicherweise umso mehr ein Kind FASD "haben" kann, wenn dessen biologischer Vater nicht nur (viele Jahre) alkoholsüchtig war/ist, sondern dieser biologische Vater auch selbst FASD "hat".
    Wann also wird in Medizin, bei Diagnostik, in den Leitlinien endlich berücksichtigt, dass es auch für FASD genetische und/oder epigenetische Ursachen geben kann?!
    Dies belegende Studien gibt es bereits seit jedenfalls 2023.

    Was, wenn sich eines Tages herausstellt, wissenschaftlich nachweisbar ist, dass FASD nicht nur durch eine in der Schwangerschaft Alkohol (häufiger oder regelmäßig, in geringen oder hohen Mengen) konsumiert habende biologische Mutter, sondern auch durch den Alkoholkonsum oder auch die Alkoholsucht des biologischen Vaters verursacht wird: genetisch oder epigenetisch?
    Das würde bedeuten, dass möglicherweise sehr viele Menschen, die bisher eine AD(H)S-Diagnose erhalten – und auch ohne diese Diagnose in Deutschland und anderen Ländern lebende Menschen mit aber bestimmten, typischen Symptomen, Verhaltensweisen – tatsächlich durch den biologischen Vater verursachtes FASD haben, das ggf. weniger stark ausgeprägt ist, dies insbes. bzgl. körperlicher Merkmale, als bei durch den Alkoholkonsum der Mutter verursachtes FASD.
    Ja, ich halte das nicht nur für vorstellbar, möglich, sondern für tatsächlich zutreffend. Aus Gründen.

    Einfacher:
    Wie kann es sein, dass ein Kind typische AD(H)S- bzw. FASD-Symptome, -Verhaltensweisen aufweist, obwohl die biologische Mutter in, vor und nach der Schwangerschaft keinen Tropfen Alkohol getrunken und das Halbgeschwister, das einen anderen biologischen Vater hat, nicht ADHS bzw. FASD hat?
    Der biologische Vater des – nach mehrjährigem, zermürbenden, zeitraubenden Kampf mit "Diagnostikern" – schließlich ADS-diagnostizierten Kindes hat FASD und ist selbst alkoholsüchtig.
    Auf die biologische Mutter des Kindes und den biologischen Vater des Halbgeschwisters trifft beides nicht zu.
    Hat das Kind also AD(H)S oder: FASD genetisch oder epigenetisch durch den biologischen, FASD-betroffenen und alkoholsüchtigen Vater verursacht?
    Und auf wieviele andere Betroffene, mit ADHS und/oder ASS (Autismusspektrumstörung) – bisher nur so – diagnostizierte Menschen trifft das auch und mit welchen Folgen … zu? Siehe falsche oder sehr späte Diagnose, entsprechend keine oder falsche, nicht wohltuende Unterstützung usw..

  10. "Wie kann man diesen Kindern helfen", ganz einfach, indem man sie Kinder sein lässt, und sie nicht durch dieses System der Leistung und des gehorsams kaputt gemacht werden und in Zombies verwandelt werden, so hab ich mich nämlich immer gefühlt mit, durch Ritalin.

  11. 3:45 die Wahrheit tut weh. Immer mehr Kollegen leiden unter diesen Kindern. Fehlende Sonderschulen, richtige Ausbildung der Lehrkräfte und eine zwanghafte Inklusion sind hier die großen Probleme.

  12. Anhand dieser Doku merkt man wirklich, dass es keine Modediagnose sein sollte und nur wirklich diagnostizierte Menschen darüber sprechen sollten! Eine Diagnose haben zu wollen, ist auch sehr befremdlich!

  13. Finde das Ergebnis der Diagnostik auch sehr fragwürdig. Denn bei Frauen ist es eben so, dass sie anders als Männer sind. Adhs wirkt sich bei ihnen ganz anders aus. Und ich sehe in ihrem Verhalten sehr wohl einen Neurodivergenten Menschen. Grade Frauen lernen sehr früh sich anzupassen. Man fängt oft schon im Kindergarten an zu maskieren. Also ich würde ihr raten dran zu bleiben und einen Spezialisten aufzusuchen. Ich habe meine ADHS Diagnose auch er mit 33 bekommen ( in einer spezialisierten Ambulanz die sich auf ADHS bei Erwachsenen spezialisiert hat) meine Autismus Diagnose kam dann letztes Jahr hinterher. Auch in einer Ambulanz die dafür spezialisiert ist. Viele Psychiater kennen sich damit schlichtweg nicht aus, es sei denn sie sind drauf spezialisiert. Schade nur, dass sie sehr viel Geld ausgegeben hat um dann zu hören, dass es möglicherweise nicht so ist. Was ich immer noch nicht so unterschreiben würde.

  14. Ein Problem für die Diagnose in Deutschland ist, dass noch immer nach ICD10 statt der seit 2022 gültigen ICD11 Richtlinie ADHS beurteilt und der Vorgang auch nach ICD10 abgerechnet wird

  15. Grundsätzlich finde ich es gut, dass man hier einen Fall einer fehlerhaften ADHS-Selbstdiagnostik aufzeigt. Es verdeutlicht, wie sehr Menschen heutzutage eine Erklärung für ihr eigenes bzw. fremdbewertetes Ich als "nicht-normaler-Mensch" suchen.

    Mein erster Impuls, bereits früh im Video, war, dass Meike ein paar neurodivergente Auffälligkeiten haben könnte, zumindest laut ihrer eigenen Schilderungen, diese jedoch eher nach einer ASS klingen – z. B. Probleme mit anderen Menschen, respektive Menschengruppen.

    Schade, dass man nicht erfährt, ob bei der gezeigten Diagnostik nicht Auffälligkeiten in anderen neurodiversen Bereichen entdeckt wurden bzw. Meike im Nachgang weiteren Diagnostiken nachgegangen ist.

    Denn klar ist: es gibt viele Parallelen zwischen den einzelnen neurodivergenten Typen. Zudem sind einzelne typische ADHS-Auffälligkeiten kein Hinweis auf das tatsächliche Vorliegen einer ADHS, es muss schon eine bestimmte Anzahl an Kriterien erfüllt sein.

  16. eine adhslern mit starkem
    Perfektionismus

    Es tut mir so leid , dass sie an diesen Psychater geraten ist

    Nun bekommt sie nicht die Hilfe, die ihr zusteht.

    Hoffentlich hat sie die Kraft weiterzumachen um sich ihre Diagnose zu holen

    Ihre Körpersprache , ihre Mimik:)

    Die Art wie sie arbeitet etc. etc.

    Leute , ist der Mann blind und taub?

  17. Sehr interessant, die „Karriere“ der Diagnose AD(H)S zu sehen. Gut, dass gezeigt wird, wie massiv die Diskriminierung sogar für die Familien der Betroffenen war. Ich finde es gut, dass Meike die Diagnose nicht bekommen hat. Bleibt zu hoffen, dass sie dran bleibt und nach der wirklichen Ursache sucht und vielleicht auch Strategien entwickeln oder eine Therapie machen kann.

  18. Hypochonder busted …lol…. kannst meine bekloppte ADHS Diagnose gerne haben ! Hoffe auch jeden Tag das es eine Fehldiagnose war oder dass ich auf einen billigen Scam reingefallen bin. Würde sofort Lostanzen und bis zur Sonne und zurück grinsen, wenn mir einer sagte, dass es sich mit mir normal verhielte. ADHS ist der aller reinste Schweiß.

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