Marvin S.: Weitere Taten nach Entlassung aus U-Haft? | Politikmagazin | Kontraste



Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt: Eine Berliner Schülerin überlebte eine Nacht mit einem Fremden nur knapp: Marvin S. soll sie bewusstlos vergewaltigt haben.

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Zunächst sah die Polizei keinen Verdacht auf eine Straftat, eine Anzeige der Familie der Schülerin führte schließlich zu umfassenden Ermittlungen. Bis zum Prozess vergingen Jahre – auch weil Marvin S. zwischenzeitlich aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Im Prozess gaben Videos dann Hinweise auf weitere Opfer. Und kürzlich kam heraus: Der Fall ist wohl längst nicht abgeschlossen. Marvin S. soll nach seiner Entlassung aus der U-Haft eine weitere Frau vergewaltigt haben. Kontraste geht der Frage nach, warum dieser Mann nicht früher gestoppt werden konnte.

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Beitrag von Pune Djalilevand und Viviane Menges
Bild: IMAGO / Emmanuele Contini
Die Untertitel wurden professionell von unserer Redaktion erstellt.

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21 Comments

  1. Die Wahrnehmung milder Urteile in Berlin ist nicht nur ein subjektiver Eindruck, sondern hat reale Gründe: chronische Überlastung der Justiz, gezielte Strategien zur Vermeidung von Haftstrafen bei Armen, großzügige Anwendung des Jugendstrafrechts und eine starke Gewichtung schuldmildernder Umstände. Ob dies problematisch ist, hängt von der Perspektive ab – Befürworter sehen darin einen humanen, resozialisierungsorientierten Ansatz; Kritiker eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und des Rechtsstaats. Dazu zitiere ich mal Benedikt Lux grüner Innensenator Berlins „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz.“ vielleicht hilft ein Politikwechsel….

  2. Mein Gott, in der Justiz das Gleiche wie in der Politik. Dilettanten wohin man sieht. 08:10 Ja, es ist nicht den Ermittlungsbehörden und Gerichten zu verdanken, sondern Marla. Ist das nicht ein trauriges Armutszeugnis für diesen "Rechtsstaat"?

  3. Bewusstlose können weder ja noch nein sagen. Wo ist da bitte Einvernehmlichkeit vorhanden?
    EDIT: Kein Vorsatz? Im Ernst? Wer mal eben Kokain und Herion bei sich daheim hat, weiß schon zumindest grob, welche Dosis welchen Zustand herbeiführen kann. Wenn der Täter dann nicht langsam dosiert sondern direkt eine zu hohe Dosis verabreicht, ist das in meinen Augen vorsätzlich. Die voraussetzbare Erfahrung mit den Stoffen trägt meiner Ansicht nach dazu bei, dass es mehr als fahrlässiges Handeln war.

  4. Und jetzt stellen wir uns nach diesem Kampf vor, wie viele Fälle nicht ans Licht kommen, wie viele Fälle nicht nachgeprüft werden, wie viele nicht die Kraft oder die Anwälte haben…

  5. Früher habe ich auch "unfassbar" geschrieben. Heute nicht mehr. Man liest von Vergewaltigungen überall. Denn derartige Einzelfälle sind Alltag und durch viel zu schwache Strafen geduldet. Ich erinnere an dieser Stelle mal an den verlorenen Koffer voller Beweismaterial in Lügde, an das Kentler-Experiment und an die Krumme 13.

  6. Ob man mit einem nicht in Deutschland geborenen Täter auch so umgegangen wäre? Und warum wird dieser Fall nicht von Bild&Co skandalisiert? Ich meine..der Typ war 20 Jahre älter, sie grad mal Teenager.. 😶🥺

  7. marla und greta, ich wünsche euch ganz viel liebe und heilung und dass ihr irgendwann noch von staatlicher seite aus gerechtigkeit erfahren könnt❤️euer mut gibt so vielen anderen betroffenen mut, ihr seid unfassbar stark

  8. 8-10 Jahre wäre für die Taten das Mindeste. Auf jeden Fall Sicherungsverwahrung! Nach der 2. Haftbeschwerde nach 3 Monaten freizulassen ist ein Skandal!!!

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