B-2 Spirit: Warum der 2-Milliarden-Dollar-Tarnkappenbomber keinen Regen verträgt



„Das steht so nicht in der Vorschrift!“ Als Major Ryan Link und Captain Justin Grieve am Morgen des 23. Februar 2008 auf der Andersen Air Force Base auf Guam die Triebwerke der B-2A Spirit „Spirit of Kansas“ (AV-12, S/N 89-0127) starten, ahnt niemand im Cockpit, dass drei winzige Wassertropfen in den 24 bündig eingelassenen Drucksensoren (Port Transducer Units) das Schicksal des 2,1 Milliarden Dollar teuren Tarnkappenbombers der US Air Force bereits besiegelt haben. Unmittelbar nach dem Abheben reißt der eigene Bordcomputer die Nase ohne jeden Befehl der Piloten auf 30 Grad nach oben – 1,4 Milliarden Dollar verglühen auf dem eigenen Beton, ohne dass ein einziger Gegner geschossen hat.

In dieser technischen Dokumentation analysieren wir anhand der offiziellen Unfallberichte der US Air Force (Accident Investigation Board) und des US-Rechnungshofs (GAO) die gesamte Ingenieurs- und Wartungsrealität hinter dem teuersten Bomber der Luftfahrtgeschichte von Northrop Grumman:
• Warum die radarabsorbierende Außenhaut (RAM) der B-2 Spirit keinen gewöhnlichen Regen verträgt, klimatisierte Spezialhangars auf der Whiteman Air Force Base in Missouri benötigt und über 100 Wartungsstunden sowie 130.000 Dollar pro Flugstunde verschlingt
• Wie Oberst Mel Deaile und Generalleutnant Steven Basham bis zu 44 Stunden am Stück in einem Cockpit so groß wie eine Abstellkammer überleben – mit einer gekauften Strandliege aus der Gartenabteilung, einer offenen chemischen Toilette, 80 Urinbeuteln (Piddle Packs), Dextroamphetamin („Go-Pills“) und blinden Luftbetankungen unter der KC-135 in drei Metern Abstand
• Warum Techniker auf Guam den tödlichen Feuchtigkeitsfehler der 24 flachen Drucksensoren und die Lösung mit der 500-Watt-Sondenheizung schon 2006 kannten, dieser einzige Handgriff jedoch zwei Jahre lang in keiner Technischen Dienstvorschrift stand
• Die ungeschminkte Boden-Bilanz von 2008 bis zum Nachfolger B-21 Raider: der 105-Millionen-Dollar-Triebwerksbrand der „Spirit of Washington“ (2010), die zehn Jahre lang nicht gewechselten Fahrwerksfedern der „Spirit of Georgia“ (2021) und das Flugverbot für die gesamte US-Tarnkappenbomberflotte (2022)

Wer selbst bei der Bundeswehr, der Luftwaffe, der Marine oder in einer deutschen Werkhalle an Kampfflugzeugen wie dem F-104 Starfighter, dem Tornado oder neuen Tarnkappenjets wie der F-35A geschraubt hat, kennt bei jedem Zwischenfall, jeder Notlandung und jedem Unfallbericht des Pentagon das eiserne Gesetz der Instandhaltung: Was nicht in der Vorschrift steht, existiert offiziell nicht. Schreiben Sie Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen unten in die Kommentare – und abonnieren Sie Frum Report DE für weitere tiefgehende Analysen zur Militär- und Luftfahrttechnik.

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17 Comments

  1. Hand aufs Herz an alle ehemaligen Techniker, Mechaniker und Soldaten der Bundeswehr, der Luftwaffe, der Marine und aus den deutschen Werkhallen: Technik auf Guam kannte den Wasser-Fehler der 24 Sensoren schon zwei Jahre vor dem Absturz – aber weil das Einschalten der 500-Watt-Heizung vor der Kalibrierung in keiner offiziellen Vorschrift stand, verbrannten 1,4 Milliarden Dollar in Sekunden auf dem Rollfeld. Haben Sie den Satz „Das steht so nicht in der Vorschrift!“ auch selbst erlebt? Schreiben Sie Ihre Erfahrung unten in die Kommentare! 👇

  2. Amerika kann gerne für immer verschwinden alle reden über hitler wie schlimm die Deutschen waren und für einige immer noch sind aber was ist mit der selbsternannten Weltpolizei der usa die ganze Welt leidet unter diesen Verbrechern

  3. Alles vom Ami ist gelumpe, riesen gross, grosses Kino, einmal benutzen , tausende Stunden überholen, Sprit Verbrauch über dimensional, alles nur Show, sie werden nun alles verlieren, 😂😂😂😂😂👅👅👅👅💩💩💩💩💩

  4. Es gibt noch weitere Probleme. Der angebliche Tarnkappenbomber ist nicht länger unsichtbar. Russland und Chine haben Radargeräte entwickelt, welche solche Geräte gut sichtbar machen. Von vorne oder von der Seite mag der Radarquerschnitt gering sein, von Oben für Satelliten ist das riesige Teil jedoch gut zu erkennen, ein fliegendes Scheunentor.

  5. Der 2. Beitrag, in dem die Funktionstüchtigkeit von Waffensystemen (Bombern) erklärt wird und ich frage mich, wem diese Berichterstattung etwas nützen!?
    Was soll das also?
    Gibt es über den Krieg gegen den Iran nichts Wichtiges zu berichten?

  6. Cooles Gerät. Wie die F-35, die nach jedem Flug beinahe general-überholt werden muss. Ohne Elektronik würden diese Dinger gar nicht fliegen. Wie heisst es doch gerade? Boutique-Technik. Mehr Schein als Sein. Ja, schade um das schöne Geld. Hätte manch einem eine gute Mahlzeit und warme Strümpfe gegeben.

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