DAS reicht nicht | Studio Q



Rekordwaldbrand in NRW, niedrigster Rheinpegel aller Zeiten, Notschlachtungen, weil die Felder vertrocknen – der Sommer 2026 war einer der heißesten und trockensten, die Deutschland je erlebt hat. 🔥 97,3 Prozent der deutschen Landfläche lagen laut Dürremonitor zuletzt unter der Dürreschwelle. Jetzt hat es endlich geregnet. Ist damit alles wieder gut für unsere Böden?

Um das zu beantworten, haben wir uns die letzte große Dürre von 2018 angeschaut und herausgefunden, dass sich Böden teilweise immer noch nicht erholt haben.

Dabei sind wir auch auf ein Problem gestoßen, das kaum jemand kennt und das sich unter unseren Füßen durch tausende Kilometer deutscher Wälder zieht. 🌲 Und wir zeigen, welche Lösungen es gibt, um Regenwasser besser dort zu halten, wo wir es brauchen – vom Wald über den Acker bis in die Stadt. Wird uns das reichen, bevor der nächste Dürresommer kommt?

Kurze Bitte in eigener Sache: Wir möchten Studio Q weiterentwickeln und dafür wollen wir wissen, wie euch das Format gefällt. Deshalb haben wir eine kurze Umfrage erstellt, dauert nur 2 Minuten. Vielen Dank für eure Unterstützung,

// Kapitel

0:00 Das war die Dürre 2026
1:08 Die Dürre 2018 ist (vielleicht) immer noch da
5:04 Wie viel Regen brauchen wir 2026?
7:18 Das Problem mit Regen und unseren Wäldern
9:02 Das können wir tun, um Regen besser zu nutzen

// Unser Team

Autor:innen: Mathias Tertilt, Monika Sax
Realisation: Jonas Bradtke
Kamera und Schnitt: Carolin Grimm
Grafik: Klaudia Fischer
Redaktion: Andrea Wille (WDR)

Produziert vom WDR.

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// Mehr zum Thema
Die wahren Folgen eines Super El Niño | Studio Q:

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Transparenzhinweis:
Bei der Herstellung des Thumbnails wurde KI genutzt.
Wie wir im WDR mit KI umgehen:
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37 Comments

  1. Begrüntes Dach ok, aber trägt das Dach auch bei Regen die Begrünung? Bei 27 facher Menge an Wasser die die Dachbegrünung bei Starkregen speichert hätte ich Angst,das das Dach wie bei großem Schneefall zusammenbricht. Bei dem Pfusch am Bau, wage ich zu bezweifeln, das die Dächer das aushalten würden!

  2. Leider wird nur aus heutiger sicht auf die Lage geschaut. Wo sind die Erkenntnisse der Vergangenheit? Viele "Entwässerungsgräben" sind auch Bewässerungsgräben. In vielen landwirtschaftlich genutzte Flächen wird leider diese alte Erkenntnis der Wasserwirtschaft leider nicht mehr genutzt oder "neu" entdeckt. Gerade der ÖRR könnte da mal aufklären. Dazu kommt Klimawandel ohne Daten/Berichte aus der Vergangenheit. Momentan ist es noch eine normale schwankung. Es gab ne Zeit da hat es 8 Monate nicht geregnet. Januar konnte schon die erste Saht ausgebracht werden und man konnte den Reihn (ohne Begnadigung) trockenen Fußes überquert werden. Es gab einen Winter von Oktober bis Mai mit Temperaturen unter -30 °C. Also ja Umweltschutz sollte betrieben werden, aber kein Klimaschutz, da das Klima der Umwelt folgt. Bitte mal in die Vergangenheit schauen und daraus lernen.

  3. 10:08 Humus auf Sandboden ist aber eher ein theoretisches Konstrukt. Um Humus zu stabilisieren, braucht er Tonteilchen und die gibt es im Sandboden nun mal weniger als 15%. Außerdem ist Humusaufbau ein Projekt über Jahrzehnte wenn nicht sogar Jahrhunderte. Das müsste man vielleicht noch ergänzen

  4. Es müssen mehr Sickerfugenbepflasterungen und Sickerbeete her.
    Die Kies-und Schottervorgärten müssen weck,die sind in manchen Landkreisen verboten.
    So füllt sich das Grundwasser wieder auf.

    Es gab auch schon Dürre im Herbst.Auf Regenfälle ist im Herbst auch kein Verlass mehr

  5. 3:28 – Ein typisches Problem mit dem Wort „exponentiell“: „Je mehr, desto mehr“ ist ein linearer Zusammenhang. „je mehr, desto SCHNELLER“ ist exponenziell. Das ist hier richtig angebracht aber leider nicht gut genug betont. Es sollte immer auch hingewiesen, dass all diese vereinfachten Zusammenhänge nur in Bereichen gelten, bis andere Prozesse dominieren.

  6. Hallo!!
    Wir werden uns um wasser noch streiten.
    In Österreich gibt es Firmen die sich mit wasser haltet ( wasserspeicher Granulate) gibts auch für bio brtribe.
    Ich habe sie alle probiert. Es klappt.

  7. Viele Parkplätze von Baumärkte, Lebensmittelgeschäfte, große Firmen, Universitäten usw. sind im Sommer die Hölle, häufig stehen dort keine Bäume – fast fussballfeldgroße Flächen versiegelt, ohne daß es dies bedarf.

  8. Ich bekomme im Internet ständig schimpfe, wenn ich schreibe, daß man einen Strassenbaum nicht helfen kann, wenn man ein oder zwei 10l Gließkannen am Baum ausschüttet.

  9. Danke Quarks! Mit diesem Video geht es endlich in die richtige Richtung: weg von der Klimapanik und hin zu konkreten Lösungen für den Umgang mit dem Klimawandel.

    Genau solche sachlichen und lösungsorientierten Beiträge braucht es viel häufiger im öffentlichen Diskurs. Es sollte nicht nur darum gehen, Ängste zu schüren und Schuldige zu suchen, sondern vor allem darum, realistische Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

    Hoffentlich erreichen solche Beiträge auch die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft.

    Klimawandel: Die Diskussion muss umfassender geführt werden

    Beim Thema Klimawandel fallen mir einige grundlegende Denkfehler auf, die mich an der öffentlichen Diskussion erheblich stören. Das Klimasystem ist wesentlich komplexer, als es in Politik und Medien häufig dargestellt wird. Meist steht fast ausschließlich CO₂ im Mittelpunkt. Tatsächlich wirken jedoch zahlreiche natürliche und menschengemachte Faktoren zusammen, die das Klima regional oder global beeinflussen können.

    Meiner Ansicht nach wird der Fokus auch deshalb so stark auf CO₂ gelegt, weil sich dessen Ausstoß vergleichsweise einfach politisch regulieren, messen und besteuern lässt. Das bedeutet nicht, dass CO₂ keine Rolle spielt. Es sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Werden andere Einflussfaktoren vernachlässigt, besteht die Gefahr, dass Maßnahmen teuer bleiben, ohne die Ursachen und Folgen des Klimawandels umfassend zu berücksichtigen.

    Hinzu kommt, dass Klimaschutz nur international wirksam sein kann. Wenn Deutschland seine Emissionen stark reduziert, während große Teile der Welt ihre Emissionen weiter erhöhen, bleibt die globale Wirkung begrenzt. Gleichzeitig können einseitige Maßnahmen erhebliche wirtschaftliche Belastungen für Deutschland verursachen. Deshalb müssen möglichst viele Staaten verbindlich und aktiv an gemeinsamen Lösungen mitwirken. Der Klimawandel ist schließlich eine weltweite Herausforderung.

    Weitere mögliche Einflussfaktoren

    Neben den Treibhausgasen sollten unter anderem folgende Faktoren stärker untersucht und berücksichtigt werden:

    natürliche Klimazyklen, beispielsweise die Milanković-Zyklen,

    Vulkanausbrüche und andere geologische Prozesse,

    Veränderungen großer Meeresströmungen wie des Golfstromsystems,

    Kriege und die damit verbundenen Umweltzerstörungen,

    die weltweite Abholzung von Wäldern über Jahrhunderte und Jahrtausende,

    die großflächige Umgestaltung und Versiegelung von Böden für Städte, Industrie und Landwirtschaft,

    die Entnahme großer Mengen Grundwasser,

    die Trockenlegung von Mooren und Feuchtgebieten,

    die Begradigung und Kanalisierung von Flüssen sowie die Zerstörung natürlicher Auen,

    Talsperren und andere großräumige Eingriffe in natürliche Wasserläufe,

    die Herstellung kurzlebiger Produkte und die damit verbundene Verschwendung von Energie und Rohstoffen.

    Bemerkung: Diese Liste ist nicht vollständig und kann natürlich noch erweitert werden.

    Besonders problematisch ist aus meiner Sicht die zunehmende Bodenversiegelung. Werden große Flächen planiert, asphaltiert oder bebaut, speichern sie Wärme und heizen sich deutlich stärker auf als bewachsene Böden. Dieser Effekt kann insbesondere in Städten zu höheren Temperaturen führen. Gleichzeitig kann Regenwasser schlechter versickern, wodurch das Risiko lokaler Überschwemmungen steigt.

    Auch die massive Entnahme von Grundwasser kann schwerwiegende Folgen haben. Böden trocknen aus, Grundwasserspiegel sinken und natürliche unterirdische Wasserwege können beeinträchtigt werden. In manchen Regionen kann sich der Boden absenken, wodurch Gebäude und Infrastruktur beschädigt werden. Bei Starkregen können ausgetrocknete oder versiegelte Böden Wasser häufig schlechter aufnehmen. Dadurch fließt es schneller oberirdisch ab und kann Überschwemmungen verstärken.

    Langlebige Produkte statt Wegwerfgesellschaft

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die immer kürzere Lebensdauer vieler Produkte. Geräte und andere Waren werden häufig so konstruiert, dass sie nur schwer repariert werden können oder bereits nach wenigen Jahren ersetzt werden müssen. Dies fördert den Absatz, führt jedoch gleichzeitig zu einem unnötig hohen Verbrauch von Energie, Rohstoffen und Transportleistungen. Zusätzlich entstehen große Mengen Müll.

    Eine sinnvolle Maßnahme wären internationale Vorgaben zur Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Ersatzteilversorgung. Produkte sollten so hergestellt werden, dass sie möglichst lange genutzt und bei Defekten repariert werden können. Staatliche Qualitätskontrollen und verbindliche Mindeststandards könnten dazu beitragen, Ressourcen zu schonen, Müll zu vermeiden und unnötige Emissionen zu reduzieren.

    Flüsse, Auen und Überschwemmungen

    Viele Überschwemmungsschäden sind nicht ausschließlich auf klimatische Veränderungen zurückzuführen. Häufig spielen auch Fehlentscheidungen bei der Raum- und Bauplanung eine erhebliche Rolle. Flüsse wurden begradigt, in künstliche Kanäle gezwungen und von ihren natürlichen Überschwemmungsflächen getrennt. Frühere Auen wurden anschließend bebaut oder landwirtschaftlich genutzt.

    Kommt es zu starkem Regen, fehlen den Flüssen die natürlichen Ausweichflächen. Das Wasser steigt schneller an und richtet in bebauten Gebieten größere Schäden an. Deshalb sollten natürliche Auen wiederhergestellt, Überschwemmungsgebiete freigehalten und Neubauten nicht in besonders gefährdeten Bereichen zugelassen werden. Begradigte und kanalisierte Flüsse führen Wasser schneller ab. Dadurch sinkt der Wasserrückhalt in der Landschaft, Auen werden seltener überflutet und angrenzende Böden können schneller austrocknen.

    Auch Architekten und Stadtplaner sind gefordert. Weniger versiegelte Flächen, mehr Grünanlagen, begrünte Dächer und Fassaden sowie die Speicherung von Regenwasser könnten dazu beitragen, Städte abzukühlen und Starkregen besser zu bewältigen.

    Waldbrände differenziert betrachten

    Auch bei Waldbränden wünsche ich mir eine differenziertere Berichterstattung. Viele Brände werden unmittelbar durch Menschen ausgelöst, beispielsweise durch Brandstiftung, weggeworfene Zigaretten, offene Feuer oder nicht vollständig gelöschte Grillkohle. Die konkrete Brandursache sollte deshalb klar von den Bedingungen unterschieden werden, unter denen sich ein Feuer ausbreitet. Monokulturen aus besonders leicht entflammbaren Baumarten können die Entstehung und schnelle Ausbreitung von Waldbränden erheblich begünstigen. Besonders problematisch sind gleichaltrige, dicht stehende Bestände mit viel trockenem Unterholz. Mischwälder mit unterschiedlichen Baumarten und Altersstrukturen sind häufig widerstandsfähiger.

    Trockenheit, Hitze und Wind können die Brandgefahr und die Ausbreitung eines Feuers erhöhen. Sie entzünden jedoch nicht automatisch selbst den Wald. In der öffentlichen Darstellung sollten menschliche Auslöser, mangelnde Prävention, Forstwirtschaft und klimatische Bedingungen deshalb getrennt und sachlich bewertet werden.

    Wettervorhersagen und Kommunikation

    Problematisch finde ich außerdem eine übermäßig alarmistische Kommunikation bei Wetterwarnungen. Natürlich müssen Menschen rechtzeitig vor möglichen Gefahren geschützt werden. Wenn Vorhersagen jedoch wiederholt dramatischer formuliert werden, als das spätere Ereignis tatsächlich ausfällt, kann das Vertrauen in Warnungen und wissenschaftliche Aussagen sinken.

    Wetterprognosen sind immer mit Unsicherheiten verbunden. Diese Unsicherheiten sollten offen erklärt werden. Eine sachliche Kommunikation, die Wahrscheinlichkeiten und verschiedene Szenarien nennt, wäre glaubwürdiger als ständig neue Superlative oder Katastrophenmeldungen.

    Fazit

    CO₂ und andere Treibhausgase sollten weiterhin untersucht und reduziert werden, wenn dies wirksam, wirtschaftlich tragfähig und international abgestimmt geschieht. Gleichzeitig dürfen andere Ursachen und Verstärker von Umwelt- und Klimaproblemen nicht vernachlässigt werden.

    Notwendig ist ein umfassender Ansatz, der unter anderem Wälder, Moore, Böden, Grundwasser, Flüsse, Auen, Stadtplanung, Landwirtschaft, Ressourcennutzung und Produktlebensdauer einbezieht. Dabei sollten Maßnahmen wissenschaftlich überprüfbar, technologieoffen und wirtschaftlich vernünftig gestaltet werden.

    Vor allem darf die Lösung nicht auf Deutschland oder Europa beschränkt bleiben. Eine globale Herausforderung kann nur durch eine globale Zusammenarbeit bewältigt werden. Alle Länder tragen Verantwortung und sollten sich entsprechend ihrer Möglichkeiten aktiv beteiligen.

  10. Pleite kommunen und brach liegende flächen. Ohne den bund und die steuergelder, die aus den kommunen abfliessen, wirds weiterhin ein ausverkauf …. befürchte ich. 🤷‍♂️

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