Viele junge Menschen zahlen mehrere tausend Euro, um als Volunteers im Globalen Süden zu helfen. Doch wie viel Hilfe wird dort wirklich gebraucht – und wer verdient daran? Für diese Y-Kollektiv-Reportage sprechen Madeleine Sabel und Timm Giesbers mit ehemaligen Freiwilligen, die sich von Organisationen betrogen fühlen. Und die Reporter melden sich auch selbst undercover als Freiwillige auf Sansibar an – und stoßen auf ein Geschäft, das im schlimmsten Fall sogar Kindern vor Ort schaden kann.
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Autor:in: Madeleine Sabel, Timm Giesbers
Schnitt: Henrik Adamus
Kamera: Amadeus Blachowizc, Timm Giesbers, Felicitas Klopp, Christian Mitzinger, Marian Wind
Redakteur:in und Sender/LRA: Lena Brochhagen/WDR
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Oboe – Camel Power Club // Try – WITH U, Jamek Ortega // Trippin On Skies – Marley Hughes // Again – The George Kaplan Conspiracy // Gabriel Afathi; elope – dj poolboi // Story To Be Told – Deco (BE), MAARVN // Moon – Kid Francescoli, Julia Minkin
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00:00 Intro
01:11 Sansibar Volunteer schlechte Erfahrungen
04:00 Adventure-Urlaub oder Freiwilligenarbeit?
05:10 Die Anmeldung, undercover
06:28 Unvorbereitete Reise nach Sansibar
07:32 Urlaub statt Unterricht
09:28 Kontakt zu Schulkindern und ehemaligen Freiwilligen
11:45 Über Geld-Profit, das Geschäftsmodell und Interessenskonflikte
14:31 Motivation für Freiwilligenarbeit
15:42 Afrika-Wissenschaftlerin über Selbstüberschätzung von Freiwilligen
16:42 Mitarbeit an der Schule: Überflüssig und unvorbereitet
19:15 Kritik von Kinderrechtorganisationen
20:34 Auftrag: Freiwillige sammeln Spenden
22:16 Statement vom Anbieter
24:04 Fazit
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Weiterführende Infos und Quellen:
Aktuelle Zahlen zu Teilnehmendenzahlen an Freiwilligendiensten:
Policy Paper zur Frage des Kinderschutzes bei Freiwilligendiensten:
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Wir sind das Y-Kollektiv – ein Netzwerk von jungen JournalistInnen. In unseren Web-Reportagen zeigen wir die Welt, wie wir sie erleben. Recherche machen wir transparent.
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Eine Eigenproduktion des WDR.
source

Most western thing to whitness..
Diese Arroganz worauf das System alleine basiert. Das man irgendwelche unwissenden Kinder ohne Berufserfahrung zu ecken der Welt schickt, mit dem Glauben, dass sie die Welt verbessern! 😂
Und ja! Es ist Mehrarbeit, die ihr den Leuten auferlegt. Ihr seid zum Spielen da, damit ihr Möchtegerns auch erzählen könnt, wie toll ihr im Ausland geholfen habt und wie viel ihr von anderen Kulturen versteht! Danach könnt ihr dann bei Papas Firma anfangen.
Typisch Deutsche Erwartungen!
Ist das nicht ein Kanal sponsored by Sam Altman?
Wirklich tragisch wie weiße privilegierte menschen abgezogt werden.
Bei diesem Thema "White Savior Komplex" komplett auszulassen ist einfach ein Armutszeugnis. Aber wir wissen warum: es ust der Elefant im Raum seit 2014. Es ist die narzisstische Wurzel allen Übels.
Was ich nicht verstehe: wenn die Vorinformationen selbst schon eher wie eine Urlaubsbroschüre wirken anstelle einem Hilfsprojekt, warum steigt man dann überhaupt ein?🤔
Wir kommt es bei den Y Kollektiv immer vor wie Jugend forscht. Es wirkt als sucht ihr euch einfach immer Themen für diese ihr eine coole Reise in ein tolles Land auf rundfunkgebühren Kosten machen könnt. Und die Qualität ist wie von einem schulprojekt. Ich möchte nicht wissen wie viel dieser 25 min Beitrag mich gekostet hat.
Voluntourismus gibt es schon mindestens seit den 1990er Jahren – damals noch mit Hochglanzbroschüren beworben, heute über Instagram & Co. Im Grunde bleibt es aber immer dasselbe: Man zahlt für ein gutes Gewissen
Viele tun das 1-2 Monate für den Lebenslauf – um an Top Business Schools angenommen zu werden
Jaaaaaa ich weiß ja nicht. Das ist ja so ein hart privilegiertes Problem „oh nein ich hab Geld bezahlt um hier zu helfen und jetzt kann ich das nicht“ warum reist man dann nicht alleine wenn man ohnehin das Geld hat und bietet einfach seine Hilfe an wo es Menschen offensichtlich wirklich brauchen. First world problems af. Ich hasse solche Leute
Eine systematische Einordnung fehlt komplett…
Sry aber wer 1000 € neben Anreise/Unterbringung zahlt damit man "unterrichten" darf dem muss doch auffallen dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Kannst du mir doch nicht erzählen. Google doch bitte 1x bevor du dich in einen Flieger nach Afrika setzt…
Einfach Workaway nutzen das geht auch super schnell und kostet 40€ im jahr..
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit einer TEFL Schulung auf Ko Samui vor ca 15 Jahren gemacht. Der Anbieter hatte seinen Sitz in Thailand und nachdem ich gedroht hatte die thailändischen Behörden zu informieren habe ich die Kursgebühren erstattet bekommen. Aufgrund der sehr strengen "Lible and Slander" Gesetze in Thailand war es nicht möglich die schlechten Erfahrungen und den Namen des Anbieters öffentlich zu machen.
Ehrlich gesagt finde ich das gerade echt witzig! Für mich war vollkommen klar, dass diese Organisationen eher einen betreuten Urlaub vermitteln….
Kenne keinen einzigen Studenten der da ernsthaft „Arbeit“ erwartet hat.
Die Leute die sich normalerweise an so eine Organisation wenden machen das für eine Auszeit und um dann im Lebenslauf stehen zu haben dass sie „Freiwilligenarbeit“ gemacht und „Kindern geholfen“ haben, weil das bei Arbeitgebern gut ankommt. Bei amerikanischen Unis ist es extrem gern gesehen und es ist quasi Voraussetzung, dass man sich gemeinnützig organisiert. Für diesen Service zahlt man da halt bei den Organisationen 😅
Kann ein Tierheim in Portugal sehr empfehlen!
Mein Freund und ich haben vor drei Jahren Tierheime in Portugal angeschrieben und am Ende kam ein Zweiwöchiger Aufenthalt in dem Shelter Bianca zustande. Wir haben über das Tierheim eine mögliche Unterkunft vermittelt bekommen und wir wurden auch abgeholt. Jede Hilfe wurde dankend angenommen. Es braucht da auch nicht viel Vorerfahrung. Es waren 400 Hunde die sich alle total gefreut haben wenn man ihre Gehege sauber gemacht hat oder mit ihnen Gassi gegangen ist. Kann ich nur empfehlen! Zahlen muss man nur die Unterkunft und das eigene Essen etc.
Wer dafür zahlt, freiwillig Helfen zu dürfen, hat irgendwie verdient abgezockt zu werden. Das ist doch einfach nur dumm. Und spätestens wenn man für die volunteer arbeit mit einem Touristenvisum Einreisen soll, dann sollte jedem klar sein daß es nicht mit rechten Dingen zu geht. Denn in den meisten Ländern Bedarf das andere visas und Arbeitserlaubnis.
Die zwei Journalistien sind doch raffiniert. Pitchen ihrem Verlag die Idee dieser Doku, "Undercover 2 Monate Sansibar" obwohl sie wissen sie werden größtenteils am Strand liegen 😂 so kann man sich auch einen Urlaub bezahlen lassen
Und in der Regel juckt es die Kids nicht die nach dem Abi diese Reise machen, da sie selbst nur Urlaub wollen (hoert sich nur besser vor den Eltern an das ganze zu finanzieren) -> ich spreche aus Erfahrung…
Geht man mit einem fundraising von einer Kirche dorthin und macht wirklich eine Schule. Dann gibt es für diesen Club nichts mehr zu vermitteln
Wirkt auf mich, als wären die 3 die Ausnahme und die meisten anderen finden das ganz geil: Nen Taui für X Monate bisschen Arbeiten, dann Traumstrand und wenn man nix zu tun hat um so besser.
Sehr wichtiges Thema und tolle Musikauswahl!
Also ich war ja mal als Teil meiner Reise volunteeren in Vietnam wo ich geplant hatte für 10 Tage gegen Unterkunft und 50€ an Workaway in einem Sprachcafé mit Leuten Englisch zu reden und in Englischkursen mitzuhelfen. (Rückblickend ist mir das natürlich auch peinlich auch wenn es nicht so schlimm war wie in dieser reportage) 2 Tage nachdem ich angekommen bin wurde der Laden hochgenommen weil die uns unerlaubt beschäftigt haben und wir nicht ordentlich gemeldet waren.
Stell dir vor ein verpflichtendes soziales Jahr das ordentlich mit sinnvoller Arbeit für die allgemeinheit organisiert wird und dann ein halbes Jahr Reise mit Budget vom staat für alle Jugendlichen. Würde unsere städte schöner sauberer und sicherer machen als irgendwelche Unternehmen zu bezahlen
Wirklich interessant. Das eröffnet einen anderen Blickwinkel. Interessante Diskussion.
Ich war genau dort, in genau dieser Schule für 11 Wochen. Ich glaube über einen anderen Anbieter. Aber ich fühlte mich genauso unnötig und alle Freiwilligen, die teilweise auch in anderen Schulen waren, haben sich genauso gefühlt. Wir waren richtig verärgert, haben dann versucht uns anders einzubringen. Die Schule zu streichen oder Essen für die Pausen zu besorgen vom Geld der Organisation.
Wie kommt man den auf die Idee für Kostenlose Arbeit selbst Geld zu bezahlen? Das habe ich ja noch nie gehört. Ich dachte an wwoof oder so
Vorschlag für alle, die "Urlaub mit Sinn" machen wollen: Wenn ihr bereit seid 1000 € zu bezahlen, macht einfach Urlaub für 500 € und spendet die restlichen 500 €
Also derzeit befinde ich mich in Tansania für ein FÖJ von Weltwärts und mein normaler Arbeitstag ist Rumsitzen und mit meinen Kollegen quatschen, aber etwas produktives zu machen das habe ich in den letzten monaten nicht wirklich erlebt. Ich glaube das Freiwilligendienste im Allgemeinen nochmal überdacht werden müssen, da ich meine zeit vorort eher als Erlebnis wahrgenommen habe, statt etwas zu verändern.
Man kann auch einfach in der Tafel helfen oder im Altenheim oder als Sozialarbeiter Hilfen .
Aber hey Hauptsache das Instagram Bild ist im kontext White Savior XD.
So ein geheuchelter Müll
Ich wollte unbedingt etwas Sinnstiftendes im Ausland machen. Nach eingehender Recherche habe ich es aber sein lassen. Der durchdringende White-Saviour-Complex war für mich persönlich nicht verantwortbar.