Zug wird auseinandergebaut: So wird die S-Bahn digital | Stuttgart 21



Für den digitalen Bahnbetrieb rund um Stuttgart 21 und den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof modernisiert die Deutsche Bahn die Fahrzeuge der S-Bahn Stuttgart umfassend. In einem komplexen Umbauprozess im Alstom-Werk in Villeneuve werden die Fahrzeuge mit neuer ETCS-Technik, digitalen Fahrzeugrechnern, Antennen und Sensorik ausgestattet.
Das Video zeigt Schritt für Schritt die Demontage, den Einbau der ETCS-Technik, die Arbeiten unter dem Fahrzeug, die Inbetriebsetzung sowie die abschließenden Testfahrten mit je einem Fahrzeug der beiden umgebauten Baureihen. Außerdem verändert sich auch der Fahrgastraum mit neuen Mehrzweckbereichen, größeren Monitoren und zusätzlichen Steckdosen.
Der Umbau der S-Bahn-Flotte ist ein zentraler Baustein für den Digitalen Knoten Stuttgart und für einen leistungsfähigeren und zuverlässigeren Bahnverkehr im Großraum Stuttgart. Mehr dazu im Video.

00:00 Neue Technik für die Stuttgarter S-Bahnen
00:48 Umbauprozess in fünf Schritten
01:08 Station 1: Alte Technik kommt raus
02:46 Station 2: Viele Kabel und ein neues Innenraumdesign
04:17 Station 3: Eurobalisen und Radarantennen
05:06 Station 4: Testfahrt auf dem Werksgelände
06:10 Station 5: Finale Abnahme der fertigen S-Bahn
06:40 Bedeutung für Stuttgart 21

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Über das Projekt

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH (PSU) ist als Teil der Deutschen Bahn dafür zuständig, die Weichen für den Eisenbahnverkehr der Zukunft zu stellen. Denn: Stuttgart 21 ist viel mehr als ein Bahnhof und die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH ist viel mehr als Stuttgart 21. Die Projektgesellschaft realisiert die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart mit vier neuen Bahnhöfen, 56 Kilometern Tunnel und 42 Brücken. Als Vorreiter für die Digitalisierung der Bahn in ganz Deutschland treibt das Team der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH das Pilotprojekt Digitaler Knoten Stuttgart voran. Mit weiteren Zukunftsprojekten wie dem Pfaffensteigtunnel macht die PSU den Südwesten fit für den Deutschlandtakt.

Stuttgart 21 ist die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Das Gemeinschaftsprojekt wurde 2009 mit dem Finanzierungsvertrag von Bund, Land Baden-Württemberg, Landeshauptstadt Stuttgart, Verband Region Stuttgart, Flughafen Stuttgart GmbH und der Deutschen Bahn beschlossen.

Gebaut werden:
– vier neue Bahnhöfe
– 56 Kilometer Tunnelröhren
– 11 Tunnel
– 42 Brücken
– rund 100 Kilometer neue Gleise, die mit bis zu 250 km/h befahren werden

Die Neubaustrecke (NBS) Wendlingen–Ulm ist als Bestandteil der Aus- und Neubaustrecke Stuttgart–Augsburg ein rund 60 Kilometer langer Baustein im Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn und Teil des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm.

Gebaut wurden bei der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm:
– 61 Kilometer Tunnelröhren
– 12 Tunnel
– 37 Brücken
– rund 120 Kilometer neue Gleise, die mit bis zu 250 km/h befahren werden
– Bahnhof Merklingen (ergänzend zum Projekt)

Die Schnellfahrstrecke ist seit Dezember 2022 in Betrieb. Die S-Bahn Stuttgart nutzt die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm für Testfahrten. Die neu verbaute Technik in den S-Bahnen steckt noch in Kinderschuhen und wird deshalb umfangreich geprüft. Um für den Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) so gut wie möglich vorbereitet zu sein, fährt jeweils ein Prototypfahrzeug jeder Baureihe 5.000 Testkilometer. Zusätzlich begleitet der Hersteller der Fahrzeuge die Umstellung auf den DKS mit eigenem Fachpersonal in der S-Bahn-Werkstatt in Plochingen.

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34 Comments

  1. hier wird der umbau der s-bahn auf digital gezeigt. weshalb hat man aber bei der db entschieden, doch noch konventionelle technik, paralle zu der neun ins s21 einzubauen und das projekt erneut zu verzögern?

  2. Die S-Bahnen sind nur wenige Jahre alt. Warum hat man die nicht schon ab Werk mit ETCS ausgerüstet ? Für mich sieht das so aus als ob S21 wie für manche Menschen Weihnachten total überraschen kam…

  3. Alstom hat schon so viele Züge umgerüstet und jedes mal gab es riesige Probleme. Probleme während der Fahrt und die Wartung ist so zeitintensiv. Trotzdem lernt die Bahn es nie, vielleicht mal einen anderen Hersteller für die ETCS-Umrüstung auszuwählen.

  4. Sehr geehrte, in Sachen Pünktlichkeit, Planung und Kundenorientierung nachhaltig überforderte Freunde der Deutschen Bahn,

    eine neugierige Frage aus der Realität: Was wäre wohl sinnvoller gewesen – erst ein stabiles Netz mit verlässlichen Strecken und Fahrplänen aufzubauen oder direkt wieder mit neuen Zügen und Prestigeprojekten zu glänzen, während der Laden im Alltag weiterhin im Dauer-Notbetrieb läuft?

    Die DB wirkt da erstaunlich konsequent: Hauptsache, die Führungsetage kann sich die nächste Bonus-Präsentation bauen – alles andere darf sich dann gern zeitlich so weit verzögern, wie es menschlich und organisatorisch nur irgendwie möglich ist.

    Gründe oder ehrliche Entschuldigungen bei Verspätungen? Eher Fehlanzeige. Stattdessen gibt es Textbausteine, Durchsagen im „Wir-können-ja-auch-nichts-dafür“-Modus und ein Serviceverständnis, das einen manchmal glauben lässt, der zahlende Fahrgast sei eher Störgröße als Zielgruppe.

    Inzwischen hat sich die Deutsche Bahn einen Ruf erarbeitet, der es ihr kaum noch erlaubt, im Internet aufzutauchen, ohne direkt mit Frust, Spott oder purer Resignation empfangen zu werden. Ein Unternehmen mit diesem Image aufzubauen, ist fast schon eine ingenieurtechnische Meisterleistung – nur leider im völlig falschen Bereich.

    Aus meiner persönlichen Sicht wirkt der Konzern mittlerweile mehr wie ein schwerfälliger Verwaltungsapparat mit politischem Beiboot als wie ein moderner Mobilitätsdienstleister: viel PR, viele große Worte, viele Projekte, aber im Alltag eben doch wieder der gleiche kaputte Fahrplan mit den gleichen alten Ausreden.

    Und nein, diese Meinung verschwindet nicht dadurch, dass man kritische Kommentare meldet, versteckt oder wegmoderiert – die Erfahrungen der Fahrgäste fahren jeden Tag mit. In diesem Sinne: Diesen Kommentar werdet ihr genauso wenig los wie euren selbstverschuldet miesen Ruf, liebe INKOMPETENZbahn.

  5. Frechheit es gibt genügend Standorte wo noch mehr gemacht wird. Der SOB Ideenzug wurde in Wittenberge gemacht. Ein Werk was übwiegend solcher Modanisierung bei Dostos macht. Aber kaum Aufmerksamkeit bekommt schade.

  6. Diese dämlichen Mittelinseln hätte man sich auch echt sparen können. Jetzt kann man nicht mal mehr durch den Zug gehen, wenn auf beiden Seiten jemand sitzt. Wer das geplant hat und davon ausging, dass jeder Mensch im Sitzen seine Beine im 90° Winkel hat, und dazu vergessen hat, dass die Füße auch noch nach vorne stehen, sollte Berufsverbot bekommen.

  7. Noch 10 Jahre, dann fahren die Autos autonom. Wer braucht dann noch träge Schienen? Die Bahn sollte auf Güterverkehr setzen. Wenn Sie dann aber auch in Ihrem Schnarchmodus arbeitet…

  8. Der Mehrzweckbereich scheint mir für Fahrrad und Kinderwagen eher ungeeignet zu sein. Durch die mittlere Abtrennung ist es noch enger als eh schon.. sollte hier nicht mehr Raum oder einer effizientere platznutzung für Fahrräder angestrebt werden?

  9. Ernsthaft? …ALLE Züge, die Stuttgart 21 anfahren brauchen ETCS? Das wird großartig, dann in Deutschland sind derzeit etwa 14 % aller Triebfahrzeuge (rund 2.200 von insgesamt 15.950 Fahrzeugen) mit dem europäischen Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS) ausgestattet.

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